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Hormonaktive Substanzen als Umweltproblem

Hormonaktive Substanzen stellen ein immer größer werdendes Umweltproblem dar. Als hormonaktiv werden Substanzen dann bezeichnet, wenn sie in Organismen ähnliche Wirkungen wie die körpereigenen Hormone hervorrufen oder diese Hormone hemmen. Solche Stoffe können natürlichen Ursprungs sein, wie z. B. Östrogene und Testosteron beim Menschen oder einige der sogenannten Phytohormone, die in Pflanzen vorkommen. Diese Stoffe werden relativ schnell biologisch abgebaut.

Dagegen sind die in der Medizin und Tierhaltung in großen Mengen eingesetzten synthetischen Hormone sehr stabil, so dass sie zum Teil noch im Ablauf der Klärwerke nachweisbar sind. Auch in der industriellen Produktion werden Stoffe eingesetzt oder hergestellt, die im Labor- und Tierversuch hormonaktive Wirkungen zeigen. Industriechemikalien mit östrogenartiger Wirkung, die als Xenoöstrogene bezeichnet werden, fallen z. B. in großen Mengen in der Kunststoff- und Metallindustrie an oder werden als Zusatz von Pestiziden, Reinigungsmitteln und Latexfarben in Umlauf gebracht.
Eine Anreicherung im Wasser kann die Folge sein. Besonders bei im Wasser lebenden Tieren (z. B. Fische und Amphibien) werden die Effekte deutlich. Eine Veränderung der Geschlechterverhältnisse und dadurch ein Rückgang der Tierarten können daraus resultieren.

Die Wirkung auf den Menschen ist in vielen Fällen noch nicht hinreichend untersucht. In einigen Fällen wurde jedoch bereits auf Berichte über verdächtige Verbindungen reagiert. Ein Beispiel ist Bisphenol A (BPA), das in der EU für die Herstellung von Säuglingsflaschen verboten wurde (Richtlinie 2011/8/EU). 

SYNLAB Labordienstleistungen

Mit unserem einfachen und preiswerten Biotest können hormonaktive Verbindungen in wässrigen Proben wie:

  • Trink- und Tränkwasser,
  • Mineralwasser,
  • Abwässern,
  • Grund- und Sickerwässern sowie
  • fließenden und stehenden Gewässern

nachgewiesen werden.

Im Gegensatz zur chemischen Analyse, bei der mit hochempfindlichen Methoden versucht wird, einzelne Substanzen nachzuweisen, erfasst unser Test die gesamte hormonelle Wirkung aller Substanzen, die ein bestimmtes Hormon "vortäuschen". Dabei macht man sich zunutze, dass Steroidhormone wie Östrogen, Androgen und Progesteron in Körperzellen zunächst spezifisch an einen sogenannten Rezeptor gebunden werden.

Bestimmungsmethode

Für den Test wurden Hefezellen genetisch so verändert, dass sie den jeweiligen humanen Rezeptor produzieren. Die Wasserproben werden dem Nährmedium der Hefezellen zugegeben. Bindet nun eine darin enthaltene hormonaktive Substanz an den entsprechenden Rezeptor, so wird nach weiteren Bindungsvorgängen ein Enzym produziert. Dieses bewirkt eine Farbentwicklung eines zugesetzten Substrats. Die Intensität der Färbung wird über eine Absorptionsmessung bestimmt und hängt letztendlich von der Konzentration der hormonaktiven Substanz in der Probe ab. Die Messergebnisse werden zur Auswertung auf Standards (wie z. B. Östradiol) bezogen.

Analysenumfang

Momentan bieten wir Untersuchungen auf die folgenden Hormone/Hormonanaloga an:

  • Östrogene
  • Androgene
  • Gestagene

Mit einem einfachen, schnellen Verfahren stellen wir wässrige Eluate fester Matrices her. Dadurch wird auch die Untersuchung folgender Proben ermöglicht:

  • Lebensmittel und Futtermittel
  • Sediment- und Bodenproben
  • Klärschlämme
  • Gärsubstrate und -reste
  • Gebrauchsgegenstände aus Plastik (z. B. Trink- und Wasserflaschen, Frischhaltedosen, Babyartikel)
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Neuigkeiten & Veranstaltungen

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Verbot für

Rein pflanzliche Lebensmittel dürfen nicht unter der Bezeichnung „Milch", „Butter" oder „Käse" verkauft werden - „Vegetarisches Schnitzel" aber zulässig.

In einem Grundsatzurteil hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) am 14.06.2017 entschieden, dass die Bezeichnung „Milch" ausschließlich Milch tierischen Ursprungs vorbehalten ist. Entsprechendes gilt für Bezeichnungen wie „Rahm", „Sahne", „Butter", „Käse" oder „Joghurt", die ausschließlich für Produkte aus Milch tierischen Ursprungs verwendet werden dürfen.

Laut aktuellem Urteil können vegetarische oder vegane Lebensmittel auch dann nicht unter den genannten Bezeichnungen vermarktet werden, wenn klarstellende oder beschreibende Zusätze auf den pflanzlichen Ursprung des entsprechenden Produktes hinweisen. So sind z.B. auch „Tofubutter", „Pflanzenkäse" oder ähnliche Bezeichnungen verboten.

Der EuGH bezieht sich auf die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 und weist darauf hin, dass das Verbot nicht für vegetarische oder vegane Fleisch- oder Fisch-Alternativprodukte gilt. Anders als bei Milcherzeugnissen liegen bei Fleischerzeugnissen keine Unionsvorschriften zum Bezeichnungsschutz vor. Demnach bleibt die Vermarktung von „vegetarischen Schnitzeln" und ähnlichen Produkten nach wie vor zulässig.

Das vollständige Urteil des EuGH finden Sie hier:
http://curia.europa.eu/juris/documents.jsf?num=C-422/16

Für die richtige Kennzeichnung von Lebensmitteln unterstützt Sie das SYNLAB Lebensmittelinstitut u.a. mit folgenden Dienstleistungen:

Bitte kontaktieren Sie uns. Unsere Experten helfen Ihnen gerne.
https://www.institute.synlab.de/kontaktieren-sie-uns

 

 

Jun 16, 2017 | LebensmittelinstitutWeiter
Weihnachtsspende 2016 an HUMOR HILFT HEILEN

Anstelle von Geschenken hat die SYNLAB Umweltinstitut GmbH erneut einen großzügigen Betrag an die Stiftung HUMOR HILFT HEILEN gespendet. Die Vielfalt der Arbeit von HUMOR HILFT HEILEN haben die Geschäftsleitung des SYNLAB Umweltinstituts besonders überzeugt und auch bei den Kunden und Mitarbeitern fand die Idee breite Zustimmung.

Mehr Infos zu der Stiftung unter: http://www.humorhilftheilen.de

Jan 02, 2017 Weiter
SYNLAB übernimmt FOOD GmbH

Weiterer Ausbau des Leistungsspektrums im Bereich Lebensmittel- und Futtermittelanalytik

Jena, den 01.10.2016

Bei der Food GmbH wurde die Gesellschafter-Nachfolge geregelt. Per 01.10.2016 steigt mit der Augsburger SYNLAB-Gruppe ein führender Labordiagnostik-Anbieter beim Jenaer Unternehmen ein. Der Standort Jena gewinnt dadurch innerhalb des Labornetzwerkes der SYNLAB weiter an Bedeutung.
Die vollständige Pressmitteilung finden Sie in der PDF

Downloads:
SYNLAB übernimmt Jena Food GmbH

Oct 10, 2016 Weiter
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